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Die Maschine läuft…
Vergangenen Samstag (02.12.2017) war es wieder so weit und die 1.Riege der Weiler Herrenmannschaft durfte in
Lohhof auflaufen. An diesem Spieltag standen die Rückspiele gegen die H2 aus Lohhof und den Jungs
aus Forstenried an. Letztere sind aktuell (noch) Tabellenführer und der wohl härteste Konkurrent um
den Aufstieg in die Bezirksliga – letztes Jahr verpassten sie diesen in der Relegation. Beide Gegner
hatten mit den Weilern noch eine Rechnung offen, konnte man doch beide Hinspiele für sich
entscheiden.

Der frühe Spielbeginn um 12:00 Uhr traf die Weiler Herren sehr milde, da man mit Spiel 2 und 3 des
Tages sich anfangs nur zum Schiedsgericht in dem Lohhofer Sportzentrum formieren musste. Die
„kleine“ Spielstätte des Leistungsstützpunktes mit eigener Tiefgarage ist zugegebener Maßen sehr
beeindruckend. Das sollte aber auch das einzige auf Seiten des Gastgebers bleiben…
Spiel 1 – Lohhof vs. Forstenried:
Da das erste Spiel des Tages von den beiden Kontrahenten ausgefochten wurde, konnte man die Zeit
nutzen, mit dem ersten Kaffee des Tages wach zu werden und den Gegner zu beobachten. Gerade
bei Forstried war man gespannt darauf, wie sich die Mannschaft entwickelt hat und präsentieren
würde. So agierte die Mannschaft zu Beginn der Saison mit neuem Zuspieler und ohne Trainer.
Doch gleich zu Beginn des Spiels war klar, dass der Gegner sich nicht in die Karten schauen lassen
wollte. Auf dem Feld stand eine „B-Mannschaft“ – die Hauptakteure wurden geschont und gesellten
sich auf der Auswechselbank um den neuen Trainer!
Dies spiegelte sich dann auch dem Spielfeld wieder. Der erste Satz war von Fehlern und konzeptlosen
Spielzügen geprägt. Lohhof wurde quasi dazu eingeladen vor heimischem Publikum den ersten Satz
gegen den Tabellenführer einzusacken. Doch die Hausherren hatten das Spiel wohl schon im Vorfeld
abgeschrieben – anders lässt sich deren Auftreten nicht erklären. Die junge Truppe wirkte ziel – und
planlos. Forstenried wechselte sukzessive einen Stammspieler nach dem anderen ein um ihr Spiel
allmählich wieder zu stabilisieren. Gegen Ende des Satzes stand trotzdem eine klare Führung der
Lohhofer zu Buche. Diese konnten daraus leider keinen Profit ziehen und verloren den 1.Satz noch
mit 25:23. Auch in den beiden folgenden Sätzen kamen die Gastgeber nicht ins Spiel und mussten
sich letztendlich verdient mit 0:3 geschlagen geben.
Spiel 2 – Weil vs. Lohhof:
Um 14.10 Uhr war es dann soweit und man durfte dem Gastgeber die eigene Vorstellung vom Ablauf
dieser Partie erklären – ein Weiler Sieg ohne Satzverlust mit moderatem Ressourceneinsatz! Doch die
Lohhofer gingen mit veränderter Startaufstellung ins Rennen und wollten mit allen Mitteln eine
Wiederholung des 1.Spieles verhindern und ihr Gesicht vor dem Heimpublikum wahren.
Die Vorzeichen für Weil standen gut. Trainer Stefan Fissek konnte fast auf den kompletten Kader
zurückgreifen – nur Chris Lichtblau fehlte. Dieser bereitete sich im „Höhenlager“ auf die kommenden
Spiele vor.

Erstmalig mit von der Partie war auch Fabian Schmid. Nach einer schweren Zeit, geprägt von einer
langen Niederlagenserie in niederen Sportarten, wollte auch er mal wieder auf der Sonnenseite
stehen und auf den H1-Siegeszug aufspringen. Da Marcus Noack direkt mit Schlafdefizit aus der
Nachtschicht kam und geschont wurde, durfte der Neuling gleich von Beginn an auf der
Mittelblockposition auflaufen. Neben ihm begann der FC Weil mit Martin Hoiß auf der Mitte und den
beiden Außen Kai Thielert und Chris Tinkl. Peter Higler führte wie gewohnt zu Beginn Regie und
Spielertrainer Stefan Fissek versuchte auf der Diagonalposition ersatzweise zu „leuchten“.
Man begann von Anfang an druckvoll und konnte gleich zu Beginn eine Führung herausspielen, die
den Gegner beim Stand von 14:19 zur ersten Auszeit nötigte. Diese erzielte ihre Wirkung und Lohhof
konnte das folgende side out und die nächsten 4 Punkte gewinnen, so dass man beim Stand von
19:18 selbst eine Pause brauchte. Diese nutzte das Trainergespann auch um der Mannschaft
nochmal höflich die zuvor erwähnte Zielvorgabe zu indoktrinieren! Wieder besonnen holte man sich
das Aufschlagrecht zurück und überließ Kai Thielert, unbeeindruckt von der zweiten gegnerischen
Auszeit, den Deckel auf Satz 1 (25:19) zu machen.
In Satz 2 startete man unverändert mit der gleichen Aufstellung. Lohhof versuchte durch ein auf die
Außen- und Diagonalposition konzentriertes Angriffsspiel zu Punkten zu kommen. Der für die Weiler
relativ durchsichtige Spielvortrag war der Mannschaft schon aus dem Hinspiel bekannt. Dennoch
bekam man vor allem bei Angriffen über die 4 und bei gelegten Bällen nicht den gewünschten Zugriff.
Zu oft agierte man in der Abwehr zu statisch und verschenkte hierbei unnötig viele Punkte. Hinzu
gesellten sich einige dumme Aufschlagfehler, die es der Mannschaft erschwerten sich klarer
abzusetzen. War man Lohhof doch spielerisch überlegen, gelang es erst Mitte des Satzes durch eine
starke Phase im Spiel der Weiler, diese zu einem zählbaren Vorsprung auszubauen. Beim Stand von
18:10 gönnte sich der „erfahrene“ Trainer Stefan Fissek eine kreative Auszeit und Fabian Schlömer
wechselte zum Aufschlag auf die Diagonalposition. In dieser Formation konnte der 2.Satz verdient
mit 25:17 gewonnen werden und man begann unverändert in Satz 3.
Der Start des vermeintlich letzten Satzes ging gänzlich schief. 4:0 stand es auf der Anzeigentafel
bevor der erste Punkt erzielt werden konnte. Diesem Rückstand lief man lange hinterher. Vor allem
im Angriff fehlte die nötige Aggressivität. Trotz der 2:0 Satzführung im Rücken agierte man viel zu
verhalten und konnte aus einer soliden Abwehr wenig freie Punkte erzielen. Beim Stand von 13:14
griff Stefan Fissek zu einem bewährten Wechsel: Für Peter Higler brachte er sich auf Pos. 4 ins Spiel
und Fabian Schlömer auf der Pos.1 übernahm fortan die Rolle des Zuspielers. Durch die neu
entstandene Läufersituation, erzielte man drei weitere Rotationen mit drei Angreifern. Zusätzlich
kam Marcus Noack für Martin Hoiß beim Stand von 15:17 ins Spiel, um frischen Wind ins Angriffsspiel
zu bringen.
Trotz alledem gelang es bis kurz vor Satzende nicht, das Spiel zu drehen. So führte Lohhof mit 23:21.
Doch die Mannschaft zeigte warum sie bis dato ungeschlagen ist – immer wenn es eng wurde, war
die Mannschaft präsent auf dem Feld und spielte ihr bestes Volleyball.
Dies zeige man dem Gegner in dem man ihm keinen Punkt mehr schenkte. Auch die 2.Auszeiten
(23:22/23:24) konnten an der Entschlossenheit der Weiler, die Partie in 3 Sätzen zu beenden, nichts
mehr ändern.
25:23 -> 3:0!
Spiel 3 – Weil vs. Forstenried:
Und täglich grüßt das Murmeltier…
Beide Mannschaften hatten sich auf das Spiel vorbereitet, trafen hierbei schließlich die beiden
stärksten Konkurrenten um den Aufstieg in die Bezirksliga aufeinander. Ein Sieg der Weiler Herren
würde noch keine Entscheidung im Aufstiegskampf darstellen, jedoch das Momentum klar Richtung
Weil verschieben und man hätte in der Rückrunde den Ausgang in der eigenen Hand.
Das Credo war also klar: Ein Sieg muss erkämpft werden, egal wie.
Dies konnte nur gelingen wenn alle die Willensstärke auch auf und neben dem Feld demonstrieren
würden. Schon beim warm machen forderte Trainer Stefan Fissek mehr Intensivität – die
„Lauchigkeit“ mit der sich die Spieler auf das Spiel vorbereiteten, wollte er auf keinem Fall auf dem
Feld sehen.
Um 16:15 Uhr war es soweit und man startete mit Schlömer, Reisacher, Noack, Fissek, Thielert und
Schmid, sowie eigenem Aufschlag ins letzte Spiel des Tages.
Man wusste, dass der Gegen vor allem durch ein starkes erstes Tempo über die Mitte viele Punkte
erzielt und hatte die Defensive gezielt darauf eingestellt. Zudem profierte man davon, dass
Forstenried auf einen Ihrer Mittelblocker verletzungsbedingt verzichten musste. Jedoch kamen die
Gegner viel zu häufig zu leichten Punkten, da der Block nicht an der vorgesehen Stelle stand und vom
Abwehrsystem folglich nur noch „Schweizer Käse“ übrig blieb. Noch dazu erwischte der
Diagonalspieler des Opponenten einen guten Tag und setzte das eigene Team aus dem Vorder – und
auch Hinterfeld stark unter Druck. Abspracheprobleme und die gewohnte „Standfestigkeit“ in der
Abwehr führten zu weiteren Punkten auf gegnerischer Seite.
Dennoch ließ man sich nicht aus dem Konzept bringen und man spielte vor allem im side out die
Ballwechsel konsequent zu Ende. So konnte man dem Gegner das Aufschlagrecht meistens gleich im
Gegenzug wieder abnehmen – allerdings aus oben genannten Gründen sich auch nicht von diesem
absetzen.
Beiden Mannschaften war die Brisanz dieses Spiels anzumerken und die Partie wurde zunehmend
hitziger. Unterstütz wurde dies durch die fehlende Linie bei den Entscheidungen des Lohhofer
Schiedsgerichts. Erst eine gelbe Karte für Forstenried sorgte dafür, dass man sich wieder mehr auf
das eigene Spiel besann. Letztendlich sorgten die geringere Fehlerquote und ein variabler Angriff für
den Gewinn des ersten Satzes (25:22). Marek Reisacher, der im ersten Spiel noch geschont wurde,
konnte vor allem in der Defensive für Stabilität sorgen und einige Bälle vom Boden kratzen.
Der zweite Satz wurde ohne personelle Veränderung begonnen. Jedoch geriet man schnell in
Rückstand und versuchte beim Stand vom 12:16 mit einer Auszeit wieder in die Spur zu finden. Der
Gegner hatte sich auf das eigene Spiel eingestellt und man erzielte kaum noch freie Punkte. Grund
hierfür lag nicht nur in einer nicht optimalen Annahme. Die fehlende Praxis der Mittelblocker (in der
aktuellen Aufstellung hat man dieses Jahr noch nicht ein einziges Training absolviert!) resultierte
darin, dass man sich auf darauf beschränkte Aufsteiger zu spielen. Über die Pos.2 agierte man im Lauf
des Spiels zunehmend zu drucklos und der Rückraum als Angriffsoption war erst gar nicht existent. So

gab es wenig Entlastung für die Außenangreifer und man sah sich fast immer einem Doppelblock
gegenüber. Auch den eigenen Aufschläge, eigentlich eine Stärke und ein Garant für freie Punkte,
fehlte es an Wirkung. So wechselte man beim Stand von 20:23 den Zuspieler und brachte Peter
Higler ins Spiel um die Wende einzuläuten. Doch auch dies half nichts und man musste Satz 2 mit
21:25 an Forstenried abgeben.
Man begann den 3.Satz wie man zuvor aufgehört hatte und mit dem Vorsatz das Spiel von Anfang an
zu dominieren und sich auf seine Stärken zu konzentrieren.
Allerdings gelang dies nicht und der Satz war ein Abbild des 2.Satzes. Man versuchte es immer öfter
mit der Keule anstatt dem gegnerischen Block den Zugriff durch Variation zu entziehen. Dass es auch
anders geht zeigte Fabian Schmid, der wiederholt den Ball am Block vorbei auf den Boden des
Gegners legte. Man merkte den Spieler langsam die Müdigkeit des kräftezehrenden Spiels an. Man
war auch mental nicht präsent und so musste der Trainer immer öfter die an die Einhaltung des
Spielsystems appellieren. Nach einer 10:7 – Führung gewährte man dem Gegner einen 10:4-
Punktelauf und war gezwungen beim Stand von 14:17 eine Auszeit zu nehmen um das eigene Spiel
wieder zu ordnen und den Gegner aus dem Tritt zu bringen.
So kämpfte man sich auf 21:21 heran. Im Eifer des Gefechtes vergaß man aber den geplanten
Stellerwechsel um evtl. mit Fabian Schlömer beim Aufschlag in der entscheidenden Phase den
Gegner nochmal unter Druck zu setzen. Sinnbildlich für den Verlauf konnte man einen platzierten
Schlag auf die Pos.1 nicht mehr erreichen und musste dem Gegner auch Satz 3 überlassen (23:25).
Wie im Hinspiel lag man nach einer 1:0-Führung nun 1:2 in Sätzen zurück und man musste über die
volle Distanz gehen wollte man die weiße Weste wahren und die neu gewonnene Qualität der
Mannschaft unterstreichen.
Mit unveränderter Aufstellung startete man die Aufholjagd. Doch man merkte den Spielern die
fehlende Frische an – so hatte man außer auf der Stellerposition keine Rotation vorgenommen und
somit auch keinem der Spieler eine Pause verschafft. Dies spiegelte sich auf dem Feld wieder und
man geriet schnell mit 4:7 in Rückstand. Trainer Stefan Fissek versuchte mit einem Wechsel des
Zuspielers ein Anwachsen des Vorsprungs und den drohenden Spielverlust abzuwehren. Kurz darauf
war es jedoch das Schiedsgericht aus Lohhof, das die Wende einläuten sollte. Ein Aufstellungsfehler
des Gegners, stellte sich als Konsequenz eines zuvor nicht bemerkten Fehlers seitens des
Schiedsgerichtes da und mündete in eine lange Diskussion und letztendlich technischen Auszeit des
1.Schiedsrichters. Die folgende lange Pause nutzte Peter Higler um seine angestauten Emotionen
gegenüber dem Schiedsgericht zu entladen ;-). Aber vor allem die 5 „Dauerläufer“ nahmen die
kollektive Pause - die Kai Thielert nach dem Spiel mit den Worten „ ohne die wäre nichts mehr
gegangen“ kommentierte - dankend entgegen. Das Spiel wurde bei 5:7 fortgesetzt und die Weiler
Herren zeigten fortan ein anderes Gesicht. Man kämpfte sich zurück ins Spiel und zwang Forstenried
beim Stand von 20:19 zur Auszeit. Es folgte ein Schlagabtausch mit schönen Aktionen auf beiden
Seiten. Angepeitscht von der One Man Party Army Martin Hoiß, der in diesem Spiel zwar keine
Einsatzzeit bekam, aber die komplette Forstenrieder Truppe mit Schlachtgesang und Trommelfeuer
bombardierte (sehr geil! danke Martin!), mobilisierte man nochmal alle Kraftreserven. So konnte der
4.Satz denkbar knapp mit 26:24 für sich entschieden werden!
Losfee Peter Higler sicherte der Mannschaft das Aufschlagrecht und man ging hochmotiviert in den
entscheidenden 5 .Satz des mittlerweile über 1h 40 min andauernden Spitzenspiels.

Und das zeigte man auch auf dem Platz. Mit starken Aufschlägen von Marek Reisacher setzte man
den Gegner stark unter Druck. Aus einer guten Annahme konnte man im Zuspiel alle
Angriffsoptionen nutzen und der Gegner sah sich beim 0:3 gezwungen die erste Auszeit zu nehmen,
um nicht in Gänze unter die Räder zu geraten. Doch man ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und
man fand immer wieder den freien Angreifer, der den Ball vorbei an konsternierten Forstenriedern
auf den Boden klopfte. Nach dem Prinzip jeder darf einmal war es Fabian Schlömer der den 2.Ball
selbst verwertete und mit dem 8:4 den Seitenwechsel und Endspurt einläutet. Man spielte weiterhin
stark auf und zeigt was spielerisch möglich ist. Der Gegner konnte den „Weiler Maschinen“ nichts
mehr entgegensetzen und man entschied den Satz mit 15:8 für sich und sicherte sich 2 wichtige
Punkte!
Angesichts der erbrachten Leistung konstatierte auch Trainer Stefan Fissek der Mannschaft
„Bezirksliga-Niveau“!